Willkommen bei unserem großen Schabracke Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Schabracken. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich besten Schabracke zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Schabracke kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Schabracke liegt unter dem Sattel und schützt ihn so vor Schweiß und Dreck.
  • Eine gute Schabracke findest du schon ab circa 15 Euro.
  • Durch individuelle Designs und die Möglichkeit, eine Schabracke zu besticken, wird sie einzigartig.

Schabracke Test: Das Ranking

Platz 1: CALEVO Schabracke Classic 

Platz 2: HKM Schabracke – Laura

Platz 3: HKM Schabracke – Valence

Platz 4: HKM Schabracke – Maritha

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Schabracke kaufst

Was ist eine Schabracke und wozu braucht man sie?

Wer schon einmal einen Reiter auf dem Pferd gesehen hat, der hat auch gesehen, dass der Sattel nicht auf dem bloßen Pferderücken liegt. Um den Sattel vor Schweiß und Dreck zu schützen, wird immer eine Schabracke oder eine Satteldecke untergelegt.

Je nachdem, wie dick das verwendete Material ist, kann eine Schabracke auch eine druckverteilende Wirkung haben und kleine Mängel am Sattel problemlos ausgleichen. Teilweise sind auch Pads oder Moosgummistücke in der Schabracke integriert, die ähnlich wie Sattelpads bei der Anpassung des Sattels auf das Pferd helfen können.

Eine Schabracke ist viereckig und bedeckt somit auch mehr als die vom Sattel belegte Fläche. In den freien Ecken am hinteren Ende der Schabracke ist es möglich, Wappen des Vereins oder Namen von Reiter und Pferd aufzusticken. Sie ist in allen möglichen Farben und Mustern erhältlich und somit in den letzten Jahrzehnten auch zu einem Modeaccessoire im Reitsport geworden.

Schabracke

Die Schabracke liegt unter dem Sattel und schützt diesen so vor Schmutz und Schweiß. Schabracken gibt es in vielen verschiedenen Farben und Designs. (Foto: PixelwunderByRebecca / pixabay.com)

Wie viel kostet eine Schabracke und wo kann man sie kaufen?

Je nachdem aus welchem Material eine Schabracke gefertigt wurde, welche zusätzlichen Funktionen sie hat – wie zum Beispiel Polsterung oder Taschen – und wie gut sie verarbeitet wurde, kann eine Schabracke zwischen zehn und 250 Euro kosten.

Die beliebtesten und preisgünstigeren Modelle bestehen meist aus Baumwolle oder Polyester, haben eine weiche Füllung und sind mit einer farbigen Kordel eingefasst. Teure Modelle werden meist aus Samt, Fleece oder neuen Hightech-Materialien hergestellt und besitzen extra Polster, die teilweise sogar nach deinen Vorstellungen geändert und an das Pferd angepasst werden können.

Wer Schabracken kaufen will, wird in jedem Reitsportgeschäft fündig. Auch im Internet gibt es zahlreiche Angebote und sogar farblich passende Sets aus Schabracke, Bandagen oder Fliegenohren. Wer nach günstigen Schnäppchen sucht, sollte sich auf Pferdemessen umsehen.

Entscheidung: Welche Arten von Schabracken gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen vier Arten von Schabracken unterscheiden:

  • Schabracken aus Filz
  • Schabracken aus Lammfell
  • Schabracken aus Baumwolle
  • Schabracken aus Polyester

Die Arten unterscheiden sich jeweils durch das verarbeitete Material, durch das individuelle Vor- und Nachteile entstehen. Welche Schabracke die Richtige für dich ist, hängt vor allem vom geplanten Einsatzgebiet und deinen jeweiligen Vorlieben ab. Auch die Reitsportdisziplin ist ein entscheidender Faktor.

Um dich bei deiner Entscheidung zu unterstützen und eine optimale Schabracke für dich zu finden, stellen wir im folgenden Abschnitt die verschiedenen Arten von Schabracken genauer vor und listen die Vorteile und Nachteile übersichtlich auf.

Was zeichnet Schabracken aus Filz aus und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Die ursprünglichen Schabracken bestanden alle aus Filz und auch heute noch findet man diese Modelle auf dem Markt. Filzschabracken zeichnen sich durch ihre einfache Handhabung und Pflege aus. Ein Ausbürsten der Schabracke nach dem Reiten reicht meist aus um die Haare und den Schweiß zu entfernen.

Filz ist außerdem ein besonders interessantes Material für Schabracken, da es formstabil ist und sich im Laufe der Zeit an die Anatomie des Pferdes anpasst. So kann die Schabracke ihre Aufgabe optimal erfüllen.

Vorteile
  • Einfache Handhabung
  • Leichte Pflege
  • Formstabil
  • Anpassungsfähig
Nachteile
  • Nicht Waschbar
  • Relativ schwer, v.a. bei Nässe
  • Raues Material
  • Vor allem im Westernbereich

Ein Nachteil von Filzschabracken ist, dass sie Nässe in sich aufsaugen und dann relativ schwer sind. Sie müssen dann an der Luft getrocknet werden was einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Waschen ist bei dieser Schabrackenart nicht erlaubt, da das Material dies nicht abhalten kann.

Neue Filzdecken können gegebenenfalls das Fell des Pferdes aufrauen und unangenehm sein. Die meisten Filzschabracken findet man im Westernbereich an. Für die englische Reitweise haben sich größtenteils andere Materialien für Schabracken durchgesetzt.

Was zeichnet Schabracken aus Lammfell aus und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Lammfellschabracken sind sehr angenehm fürs Pferd. Zum einen können sie extrem große Flüssigkeitsmengen aufnehmen ohne nass zu werden, sodass der Schweiß des Pferdes optimal abtransportiert wird. Zum anderen verhindert die dicke und weiche Lammfellschicht Druckstellen, wirkt stoßdämpfend und gleicht Unebenheiten des Sattels oder des Pferderückens aus.

Außerdem ist Lammfell extrem atmungsaktiv und gleicht so auch große Temperaturen unter dem Sattel problemlos aus. Lammfellschabracken findet man relativ selten, eher werden sie als Lammfellunterlagen oder -pads verkauft. Die Wirkung ist aber dieselbe.

Vorteile
  • Nimmt Schweiß auf
  • Stoßabsorbierend
  • Gleicht Unebenheiten aus
  • Atmungsaktiv
Nachteile
  • Meist nicht als Schabracke, sondern als Pads
  • Pflege kann teilweise aufwendig sein

Die Pflege von Lammfellpads ist je nach Verarbeitung unterschiedlich. Teilweise reicht ein Ausbürsten aus, in anderen Fällen müssen spezielle Reinigungsverfahren durchgeführt werden. Wichtig ist hierbei immer auf die Angaben der Hersteller zu achten, denn die meisten Lammfellschabracken sind zum Beispiel nicht waschmaschinentauglich.

Was zeichnet Schabracken aus Baumwolle aus und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Baumwolle saugt Feuchtigkeit besonders gut auf und ist außerdem relativ dünn und leicht. Schabracken aus diesem Material sind äußerst pflegeleicht und halten zudem auch über Jahre hinweg. Baumwollschabracken sind außerdem meist relativ preisgünstig.

Teilweise wird an der Unterseite mit Samt gearbeitet. Dieses ist rutschfest und gleichzeitig atmungsaktiv. Außerdem macht der Stoff jede Bewegung mit und beschädigt nicht das Fell des Pferdes.

Vorteile
  • Nimmt Feuchtigkeit gut auf
  • Pflegeleicht
  • Langlebig
  • Preisgünstig
Nachteile
  • Kann teilweise aufscheuern
  • Kann ausbleichen

Ein Nachteil von Baumwollschabracken ist, dass sie vor allem in der Gurtlage relativ schnell aufscheuern. Das Material ist nicht für die ständige Reibung ausgelegt. Allerdings ist dies in der Regel kein Problem, da die Stelle sowieso vom Sattelblatt bedeckt ist und die Scheuerstellen von außen nicht sichtbar sind.

Ist die Qualität der Baumwolle nicht gut, kann es passieren, dass im Laufe der Zeit die Farben der Schabracke leicht ausbleichen. Die Funktionalität wird dadurch aber nicht eingeschränkt.

Was zeichnet Schabracken aus Polyester aus und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Diese Schabrackenart zeichnet sich durch die vielfältigen Farb- und Designmöglichkeiten aus. Außerdem ist die Reinigung in der Waschmaschine bei den meisten Modellen problemlos möglich. Teilweise reicht sogar ein Ausklopfen der Schabracke aus, um Dreck und Schweiß herunterzubekommen.

Vorteile
  • Vielfältige Farbgebung
  • Einfache Reinigung
Nachteile
  • Nicht Atmungsaktiv
  • Starke Schweißbildung

Polyester ist nicht so atmungsaktiv wie andere Stoffe, weshalb die Pferde unter den Schabracken aus diesem Material stark schwitzen. Da der Schweiß nicht aufgenommen werden kann, kann es bei sensiblen Pferden sogar zu einer Verstopfung der Talgdrüsen kommen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Schabracken vergleichen und bewerten

Reitsportdisziplin

Die Form und Größe der Schabracke richtet sich auch nach dem verwendeten Sattel. Je nachdem welche Reitsportdisziplin du betreiben möchtest, ist dein Sattel anders geschnitten. Dressursättel haben beispielsweise besonders lange Sattelblätter, sind aber nach vorne kaum gewölbt. Springsättel hingegen haben nach vorn versetzte Pauschen.

Wichtig ist, dass die Schabracke unter der kompletten Sattelfläche liegt und es somit keinen direkten Kontakt zwischen Pferd und Sattel gibt.

Welche Schabracke die Richtige ist, hängt also vom Sattel ab. Genau wie bei Reitsätteln unterscheidet man deshalb in:

  • Dressurschabracken
  • Springschabracken
  • Vielseitigkeitsschabracken

Dressurschabracken sind vorne besonders gerade und lang geschnitten. Vielseitigkeitsschabracken sind vorne leicht abgerundet und nicht so lang wie die für den Dressursport. Die kürzeste Schabrackenart ist die Springschabracke. Diese ist vorne stark abgerundet und auf Höhe der Pauschen nach vorn gezogen.

Dressurreiten

Springschabracken sind kürzer geschnitten als Dressurschabracken und besitzen deshalb die optimale Passform. (Foto: pvdberg / pixabay.com)

Größe

Je nachdem wie groß dein Pferd oder Pony ist, brauchst du unterschiedlich große Schabracken. Um dir einen Überblick über alle erhältlichen Größen zu verschaffen, die teilweise unterschiedliche Namen und Bezeichnungen haben, findest du hier eine Größentabelle:

Bezeichnung Kürzel Angabe 1 Angabe 2
Pony Po 1 S
Vollblut VB/COB 2 M
Warmblut WB/Full 3 L
Kaltblut KB 4 XL

Pflege

Die Pflege hängt vor allem davon ab, aus welchem Material deine Schabracke besteht. Achte immer auch auf die jeweiligen Angaben der Hersteller. Diese können teilweise von allgemeinen Empfehlungen abweichen.

Schabracken aus Filz dürfen nicht gewaschen werden. Die Pflege und Reinigung erfolgt ausschließlich durch Ausbürsten der Schabracke. Lammfellschabracken können teilweise ebenfalls nur ausgebürstet werden. Allerdings sind viele moderne Modelle bereits waschmaschinentauglich. Schabracken aus Baumwolle und Polyester können in der Regel problemlos in der Waschmaschine gewaschen werden.

Um deine Waschmaschine zu schonen, solltest du vor dem Waschen einer Schabracke sicherstellen, dass nicht mehr viele Pferdehaare an ihr kleben. Ist dies der Fall, kann ein Ausbürsten oder gegebenenfalls die Bearbeitung mit einer Fusselrolle helfen.

Design

Schabracken gibt es in beinahe allen erdenklichen Farben und Mustern. Auch Verzierungen mit Glitzersteinen sind mittlerweile sehr beliebt. Deshalb ist es in der Regel kein Problem, die optimale Schabracke zu finden.

Wer ein besonders individuelles Modell wünscht, kann seine Schabracke auch selbst gestalten. Vor allem Bestickungen sind populär. So können der Pferde- und/oder Reitername, Sprüche oder persönliche Zeichen auf die Schabracke gestickt werden. So verleihst du deiner Schabracke schnell und einfach einen ganz persönlichen Touch.

Außerdem sind von einigen Herstellern auch gleichfarbige Sets – meist bestehend aus einer Schabracke, Bandagen, Fliegenohren und gegebenenfalls Gamaschen oder Halfter und Strick – erhältlich. So ist das Pferd rundum einheitlich und schick ausgestattet.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um Schabracken

Was ist der Unterschied zwischen einer Schabracke und einer Satteldecke?

Während eine Schabracke viereckig ist und über den Sattel hinausgeht, ist eine Satteldecke wie der Sattel geformt und somit nur wenig von außen sichtbar. Deshalb kann eine Satteldecke nicht bestickt werden und auch der modische Aspekt fällt weg.

Viele Reiter bevorzugen Schabracken, weil diese auch unter verschiedenen Sättel gut liegen. Bei Satteldecken kann es hingegen sein, dass sie unter einen längeren Sattel nicht mehr passen oder unter einem kürzeren Sattel komisch aussehen.

Letztendlich erfüllen sowohl die Satteldecke als auch die Schabracke ihre Funktion gut und schützen den Sattel vor Schweiß und Dreck. Deshalb kann jeder Reiter für sich entscheiden, welches Modell er bevorzugt und für sein Pferd verwenden will.

Wie oft sollte man die Schabracke wechseln?

Eine Pauschallösung ist hier schwierig zu treffen. Wie oft eine Schabracke gewechselt werden muss hängt von vielen Faktoren, wie etwa der Intensität des Trainings, dem Fitnesszustand des Pferdes und dem Schweißausstoß ab. Oft reicht es im Alltag aus, wenn der Reiter die Schabracke oder Satteldecke regelmäßig ausbürstet und somit grobe Ablagerungen entfernt.

Allerdings bleiben auf Dauer dennoch viele Haare innen kleben und die Schabracke verfärbt sich durch den Schweiß und Dreck dunkler. Wird die Schabracke auch im trockenen Zustand klebrig oder färbt sie auf die Hände ab, wird es allerhöchste Zeit sie zu wechseln.

Die Schabracke sollte gewechselt werden, wenn zu viel Dreck oder Schweiß an der Innenseite klebt.

Um Krankheiten, wie Verstopfung von Talgdrüsen am Pferderücken zu vermeiden, sollte die Schabracke gewechselt werden sobald sie durch ausbürsten nicht mehr sauber zu bekommen ist. Letztendlich entwickelt jeder Reiter einen eigenen Rhytmus in dem er seine Schabracken wechselt.

Wann braucht man ein Sattelpad?

Wenn der Sattel durch einen Sattler angepasst wurde, er aber rutscht, kann ein Anti-Slip-Pad helfen. Aber auch in anderen Situationen kann ein Sattelpad sinnvoll sein.

Bei jungen Pferden oder bei Pferden, die nach einer Krankheit wieder antrainiert werden ist es oft ein Problem, dass sie sich sehr schnell muskulär verändern. Theoretisch müsste deshalb jeden Monat der Sattler bestellt werden, was aber in der Praxis meist nicht umsetzbar ist. Deshalb kann man – in Absprache mit einem kompetenten Fachmann – auf ein Sattelpad zurückgreifen.

Sattelpad

Sattelpads liegen unter dem Sattel und können so dessen Passform am Pferd verbessern und den Pferderücken zusätzlich polstern. (Foto: pixel2013 / pixabay.com)

Sattelpads gibt es in verschiedenen Formen, die eine unterschiedliche Wirkung haben. Einige erhöhen den Sattel rechts und links, sodass der Wirbelkanal freier ist. Andere Pads können die natürliche Schiefe eines Pferdes korrigieren oder den Sattel abpolstern und den Druck verteilen. Welche Art und welches Material eines Sattelpads passend ist, hängt vom Pferd und vom Sattel ab und muss in jedem Fall individuell beurteilt werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] Jens Lorenz Franzen: Die Urpferde der Morgenröte. Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München, 2007.


[2] http://www.pferderevue.at/?+Sattelunterlagen++Welche+ist+die+richtige+&id=2500%2C5535304%2C%2C%2CY2Q9Nw%3D%3D

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