Willkommen bei unserem großen Reitstiefletten Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Reitstiefletten. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich besten Reitstiefletten zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Reitstiefletten kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Reitstiefletten sind knöchelhoch und damit deutlich praktischer im Stallalltag als Reitstiefel.
  • Die richtige Größe entspricht in der Regel deiner normalen Schuhgröße.
  • Für einen sicheren Halt und ein gutes Reitgefühl solltest du immer Chaps oder Stiefelschäfte überziehen.

Reitstiefletten Test: Das Ranking

Platz 1: HKM Reitstiefel

Platz 2: horze Spirit Reitstiefel

Platz 3: PFIFF Jodhpurstiefelette Reitstiefelette

Platz 4: Kerbl Schnürstiefelette Monaco 

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Reitstiefletten kaufst

Was sind Reitstiefletten und wozu braucht man sie?

Reitstiefletten – oder auch Jodhpurstiefel genannt – sind knöchelhohe Schuhe, die zum Reiten verwendet werden. Sie bestehen entweder aus Leder oder Gummi und sind im Stallalltag meist deutlich praktischer als klassische Reitstiefel. Ausmisten, längere Laufstrecken, aber auch der Reitsport an sich ist mit Reitsiefletten problemlos zu bewältigen.

 

Anders als normale Straßenschuhe zeichnen sich Reitschuhe durch einen Absatz und eine griffige, durchgehende Sohle aus. Trotz ihrer Höhe schützen und stabilisieren Reitstiefletten den Knöchel des Reiters, was maßgeblich zur Unfallvermeidung im Reitsport beiträgt.

Damit das Reiterbein beim Reiten einen guten Halt im Sattel und am Pferdebauch hat, werden mit Reitstiefletten oft Chaps oder Stiefelschäfte kombiniert. Diese werden über die Reithose gezogen und verhindern, dass das Bein rutscht. Chaps sind vor allem im Sommer vorteilhaft, da sie nach dem Reiten sofort und problemlos abgelegt werden können. Dadurch schwitzt der Reiter nicht so stark wie beispielsweise beim Tragen von Reitstiefeln.

Pferd

Reitstiefletten sind knöchelhoch. Vor allem im Sommer ist es praktisch, dass sie luftiger als klassische Reitstiefel sind. (Foto: PixelwunderByRebecca / pixabay.com)

Wie findet man die richtige Größe?

Wie bei jedem Schuh, ist die passende Größe ausschlaggebend für einen angenehmen Tragekomfort und für einen störungsfreien Alltag. Deshalb sollte auch bei Reitstiefletten darauf geachtet werden, dass sie nicht zu eng sitzen und am Fuß drücken. Dies ist nicht nur unangenehm, sondern schränkt auch die Feinheit und Präzision der Hilfen beim Reiten deutlich ein.

Auch zu große Schuhe schränken die Hilfengebung ein, da sie dem Fuß des Reiters nicht genügend Stabilität geben. Außerdem könne zu weite Schuhe bei Bewegungen reiben und somit ebenfalls sehr störend sein.

Vor allem bei Reitstiefletten aus Leder kann es sein, dass die Schuhe erst eingelaufen werden müssen bis sie richtig passen. Wenn du dir beim Kauf unsicher bist, ob die Stieflette spätestens nach dem Einlaufen passt, solltest du dich im Laden beraten lassen.

In der Regel kann man für den Kauf von Reitstiefletten die gleiche Größe wie bei anderen Schuhen wählen. Allerdings sind hierbei die individuelle Anprobe und das Probelaufen sehr wichtig, damit du einen optimal passenden Schuh findest. Das wichtigste ist, dass du dich in den Stiefletten wohlfühlst.

Wie viel kosten Reitstiefletten und wo kann man sie kaufen?

Reitstiefletten kosten zwischen 30 und mehreren hundert Euro. Der Preisunterschied hängt vor allem mit dem verwendeten Material und der Qualität der Verarbeitung zusammen. Preise von über 150 Euro sind in der Regel allerdings vor allem auf Markennamen zurückzuführen.

Wenn man Reitstiefletten sucht, sollte man sich zu allererst an einen Fachhandel in der Nähe wenden. Dort kann man die Schuhe gleich anprobieren und merkt welche Unterschiede es zwischen verschiedenen Modellen gibt. Außerdem ist immer ein Fachverkäufer vor Ort, der dich bei Fragen zur Größe, Passform oder Funktionalität beraten kann.

Wer im Geschäft nicht fündig wird, kann sich auch im Internet umschauen. Dort gibt es eine große Vielfalt an Modellen in unterschiedlichen Preisklassen. Aber auch wer sich Reitstiefletten über das Internet bestellt, sollte auf die Passform und Bequemlichkeit des Schuhs achten. Im Zweifelsfall sollte man einen Experten, zum Beispiel den Reitlehrer, um Hilfe bitten.

Entscheidung: Welche Arten von Reitstiefletten gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen drei Arten von Reitstiefletten unterscheiden:

  • Stiefletten mit Gummizug
  • Stiefletten zum Schnüren
  • Stiefletten mit Reißverschluss

Das Unterscheidungsmerkmal dieser Arten ist die Art des Verschlusses, durch den individuelle Vor- und Nachteile entstehen. Welche Reitstiefletten die Richtigen für dich sind, hängt vor allem von deinen individuellen Vorlieben ab.

Um dich bei deiner Entscheidung zu unterstützen und optimale Stiefletten für dich zu finden, stellen wir im folgenden Abschnitt die verschiedenen Arten von Reitstiefletten genauer vor und listen die Vor- und Nachteile übersichtlich auf.

Was sind Stiefletten mit Gummizug und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Stiefletten mit Gummizug sind flexibel und schmiegen sich an den Fuß an. Durch die elastischen Einsätze können die Schuhe problemlos auch eine Nummer größer bestellt werden, um im Winter ein extra Paar Socken darunterzuziehen. Der Einstieg in die elastischen Stiefletten ist besonders bequem.

Vorteile
  • Flexibel
  • Gute Passform
  • Für den Winter geeignet
Nachteile
  • Kann ausleiern
  • Optisch meist nicht sehr elegant

Ein Nachteil von Stiefletten mit Gummizug kann sein, dass das Material im Laufe der Zeit ausleiert und der Schuh somit nicht mehr optimal am Fuß des Reiters anliegt. Da Stiefletten mit Gummizug in der Regel auch komplett aus Gummi bestehen, sehen sie optisch oft nicht so elegant aus wie Lederstiefletten.

Was sind Stiefletten zum Schnüren und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Stiefletten zum Schnüren ermöglichen es dem Reiter den Schuh individuell anzupassen. Durch die Schnürung kann der Schuh festgeschnürt werden ohne dass er am Fuß zu eng anliegt und drückt. So kann man effektiv verhindern, dass der Schuh rutscht. Optisch wirkt eine Schnürung außerdem besonders edel.

Vorteile
  • Sehr elegant
  • Optimale Passform ist individuell einstellbar
Nachteile
  • Hängenbleiben am Schnürsenkel
  • Schwierige Lederpflege

Ein möglicher Nachteil der Schnürstiefletten ist, dass man vor allem beim Reiten im Gelände an den Schnürsenkeln hängenbleiben kann. Außerdem ist die Pflege von solchen Stiefletten schwerer und mühsamer, denn man muss auch das Leder zwischen den Schnürsenkeln putzen.

Was sind Stiefletten mit Reißverschluss und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Um leicht in den Schuh zu kommen eignen sich Schuhe mit Reißverschluss besonders. Dieser liegt meist entweder hinten an der Ferse oder innen am Fuß. Dadurch kann man die Stieflette problemlos aus- und anziehen und benötigt auch keinen Schuhanzieher.

Vorteile
  • Leichter Einstieg in den Schuh
  • Kein Schuhanzieher nötig
Nachteile
  • Innen liegende Reißverschlüsse können drücken
  • Schlechte Reißverschlüsse gehen schnell kaputt

Reißverschlüsse die innen liegen stören Reiter und Pferd beim Reiten, weil sie bei jeder Bewegung drücken. Außerdem verschleißen die Verschlüsse durch die ständige Reibung und den Kontakt mit dem Pferdeschweiß schneller. Deshalb sollte auf hinten liegende Reißverschlüsse geachtet werden. Die Reißverschlüsse sollten außerdem stabil sein und von Anfang an gut auf- und zugemacht werden können.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Reitstiefletten vergleichen und bewerten

Material & Pflege

Reitstiefletten bestehen entweder aus echtem Leder oder aus Gummi oder Kunstleder. Die unterschiedlichen Materialarten weisen verschiedene Eigenschaften auf und verlangen auch eine unterschiedliche Pflege.

Lederstiefletten sind besonders elegant und robust. Lederschuhe passen sich im Laufe der Zeit optimal an den Fuß an und bieten dadurch einen ganz besonderen Tragekomfort. Auch die Atmungsaktivität ist bei Lederstiefletten optimal. Allerdings ist Leder sehr wetterempfindlich – sowohl starke Sonneneinstrahlung als auch nasses Wetter können das Material beschädigen. Bei guter Pflege und Qualität sind Reitstiefletten aus Leder aber dennoch sehr lange haltbar.

Im Gegensatz zum Sattelzeug dürfen die meisten Lederstiefletten nicht mit Sattelseife behandelt werden. Eine Pflege mit Lederfett ist in der Regel aber immer angebracht. Wenn du dir unsicher bist wie du deine Reitstiefletten pflegen sollst, solltest du dich an den Hersteller oder an einen Reitsportladen wenden.

Bedeutend pflegeleichter sind Reitstiefletten aus Gummi, Kunstleder oder anderen synthetischen Materialien. Soweit nicht anders vom Hersteller empfohlen reicht eine Reinigung der Schuhe mit einem feuchten Tuch aus. Diese Reitstiefletten sind meist wasserdicht. Allerdings schwitzt man unter den Materialien deutlich stärker als unter Lederstiefletten.

Wasserdichtheit & Atmungsaktivität

Reiten ist eine Outdoorsportart und somit auch wetterabhängig. Es passiert schnell, dass man ein Pferd von einer Matschkoppel holen muss oder man beim Ausritt in einen Regenschauer gerät.

Trotzdem möchte man sich von den Wetterbedingungen nicht abhalten lassen mit seinem Pferd zu arbeiten. Um auch bei schlechtem, nassen Wetter stets trockene Füße zu haben, sollte man deshalb beim Stieflettenkauf auf wasserdichtes Material achten.

Für die heißen Sommermonate hingegen benötigt man ein gutes, atmunsgaktives Material, das übermäßiges Schwitzen im Schuh verhindert und somit den Tragekomfort verbessert. Denn starke Schweißbildung kann dazu führen, dass der Fuß im Schuh rutscht und keinen Halt mehr findet, was wiederum zu Unfällen führen kann.

Fütterung

Vor allem, wenn du deine Stiefletten im Winter anziehen möchtest, ist eine gute Fütterung das A und O um zu verhindern, dass die Füße beim Reiten einfrieren. Solch eine Fütterung gibt es sowohl mit Lammfell als auch mit synthetischen Materialien.

Wenn die Stiefletten ausschließlich im Winter genutzt werden sollen, kann es unter Umständen sinnvoll sein sie eine Nummer größer zu kaufen. Dann kann der Reiter bei eisigen Temperaturen problemlos extra dicke Socken anziehen.

Sporenhalterung

Für fortgeschrittene Reiter, die einen ausbalancierten Sitz und ein ruhiges Bein haben, kann der gelegentliche Einsatz von Sporen sinnvoll sein, um die Hilfen noch feiner und präziser zu geben. So verhindert man, dass das Pferd am Bein abstumpft.

An vielen Reitstiefeln und Reitstiefletten rutschen die Sporen allerdings nach unten und verfehlen so ihre Wirkung. Um dies zu verhindern kann man entweder einen Gummiüberzug an den Sporen anbringen, der verhindert, dass diese rutschen oder man schaut sich nach Schuhen mit Sporenhalterung um. Auf dieser können die Sporen liegen ohne nach unten zu rutschen.

Reitstiefel

Teilweise kann es vorkommen, dass die Spore am Stiefel oder der Stieflette rutscht. Das kannst du durch eine Sporenhalterung verhindern. (Foto: 2135817d / pixabay.com)

Absatz & Sohle

Ein Absatz ist bei Reitschuhen unbedingt notwendig, damit der Schuh nicht durch den Steigbügel rutscht und der Reiter in diesem hängenbleibt. Der Absatz verbessert als den Halt und gleichzeitig die Sicherheit des Reiters und ist somit ein wichtiger Bestandteil eines jeden Reitschuhs.

Wichtig ist auch, dass die Sohle der Stiefletten rutschfest und griffig ist, damit der Reiter einen guten Halt im Steigbügel hat. Diese sollte stets durchgängig sein, damit sie nirgends verhaken kann. Auch auf die Stabilität der Sohle sollte geachtet werden, denn eine leicht zerbrechliche Schuhsohle stellt ein hohes Sicherheitsrisiko für den Reiter dar.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um Reitstiefletten

Braucht man Chaps zum Reiten mit Stiefletten?

Wenn nur mit Reitstiefletten geritten wird, liegt nur die Reithose am Pferdebauch an. Auch mit Vollbesatz kann eine Reithose allerdings nicht verhindern, dass das Reiterbein rutscht. Deshalb werden mit Reitstiefletten meist Chaps oder Stiefelschäfte kombiniert.

Beide Varianten ersetzen sozusagen den Schaft des Reitstiefels. Sie liegen also zwischen Knöchel und Knie und werden in der Regel durch Reißverschlüsse und gegebenenfalls extra Druckknöpfe befestigt.

Chaps bestehen meistens  aus Stoff oder Kunstleder und sind dadurch relativ „weich“ und können leichter verformen und – wenn sie nicht optimal passen – auch rutschen. Stiefelschäfte hingegen bestehen aus Glattleder und können von Weiten nicht von klassischen Reitstiefeln unterschieden werden. Sie sind also optisch sehr elegant. Außerdem sind Stiefelschäfte in sich fest und bieten dadurch die nötige Stabilität für das Bein des Reiters.

Reitstiefel, Reitstiefletten oder ganz normale Schuhe – was ist die beste Lösung?

Warum kann man eigentlich nicht mit ganz normalen Schuhen reiten? Diese Frage stellen sich wohl viele am Anfang ihrer Reitsportkarriere. Die Antwort ist ganz einfach: Normale Straßenschuhe haben in der Regel keinen Absatz und können so ein durchrutschen durch den Steigbügel nicht verhindern.

Wenn der Reiter bei einem Sturz im Bügel hängenbleibt können schlimme Unfälle passieren. Außerdem haben  viele einfache Schuhe keine rutschfeste, stabile und durchgängige Sohle.

 

Spezielle Reitschuhe sind also – vor allem für Anfänger und unsichere Reiter – Pflicht! Nun steht man aber schon vor der nächsten Entscheidung: Reitstiefel oder doch Reitstiefletten. Um dir eine Hilfestellung bei deiner Entscheidung zu bieten, stellen wir dir die jeweilige Vor- und Nachteile hier kurz vor.

Reitstiefel sind optisch besonders elegant und da sie durchgängig sind bieten sie dem Reiterbein viel Stabilität und Schutz. Auch am Pferdebauch rutscht man mit ihnen wenig. Dadurch können die Hilfen besonders präzise gegeben werden. Wie auch die Reitstiefletten gibt es Reitstiefel aus Leder oder Gummi.

Nachteil der Reitstiefel ist, dass das Laufen und die Stallarbeit mit ihnen vor allem am Anfang nicht sehr angenehm ist. Außerdem schwitzt man im Sommer schneller. Bei einigen Modellen ist das Anziehen schwierig, sodass man einen extra Stiefelknecht braucht. Wenn die Wade breiter wird, kann es sogar passieren, dass der Reitstiefel gar nicht mehr passt, denn schon beim Kauf muss der Stiefel eng anliegen und darf nicht viel Spielraum haben.

Reitstiefletten hingegen können problemlos an- und ausgezogen werden und stören auch nicht bei der Stallarbeit oder längeren Laufstrecken. Sie sind also sehr praktisch und zudem in der Regel günstiger als Reitstiefel und somit auch bei Kindern und Anfängern beliebt. In den heißen Sommermonaten sind Stiefletten meist angenehmer, da sie im Vergleich zu Reitstiefeln nicht an den Waden anliegen.

Zum Reiten mit Stiefletten werden normalerweise Chaps oder Stiefelschäfte angezogen. Diese verhindern, dass das Bein des Reiters am Pferdebauch rutscht. Sie ersetzen sozusagen den Stiefelschaft des Reitstiefels, können aber nach dem Reiten schnell und problemlos abgelegt werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://blog.fashion-boots.com/fashion-boots/reitstiefel/reitstiefeletten/reitstiefeletten-als-luftige-alternative/


[2] https://www.cavallo.info/de/lederpflegehinweise

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