Willkommen bei unserem großen Pferdedecke Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Pferdedecken. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Pferdedecke zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Pferdedecke kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Anschaffung einer Pferdedecke ist dann sinnvoll, wenn das Pferd im Winter geschoren ist oder auch wenn es nur vor Regen geschützt werden soll.
  • Pferdedecken gibt es in vielen Varianten und Modellen. Erhältlich sind gefütterte und ungefütterte Regendecken und Winterdecken, jeweils mit verschieden schweren Füllungen.
  • Für Pferdedecken musst du zwischen 60 und 300 Euro bezahlen, dabei ist der Preis abhängig von Modell und Qualität der Decke.

Pferdedecke Test: Das Ranking

Platz 1: HKM 556026 Abschwitzdecke Super Soft, M

Platz 2: BUCAS Outdoor Pferdedecke Smartex medium

Platz 3: HKM 559627 Fliegendecke Santos, L

Platz 4: Horseware Amigo Mio Turnout Lite

Platz 5: PFIFF Winterdecke ´Willow´, blau 145cm

Platz 6: Pferdedecke Horseware Rambo Optimo mit Liner und Halsteil

Platz 7: Horseware Amigo Bravo 12 Plus Heavy

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Pferdedecke kaufst

Wann ist eine Pferdedecke sinnvoll?

Ist dein Pferd geschoren, braucht es im Winter unbedingt eine wärmende Decke.

Durch das Scheren geht dem Pferd der natürliche Schutz gegen Kälte verloren. Dies ist aber notwendig, wenn Pferde viel arbeiten und schwitzen. Es dauert sonst sehr lange, bis sie nach dem Reiten wieder trocken sind. Erkältungen können die Folge sein.

Aber auch für ungeschorene Pferde empfehlen wir, bei sehr kalten Temperaturen oder starkem Regen zu einer leichten Regendecke zu greifen. So kann deinem Pferd nichts passieren und du kannst regelmäßig in deine Reitstiefel springen.

Welche verschiedenen Pferdedecken gibt es ?

Das Angebot an unterschiedlichen Pferdedecken ist sehr groß. Du findest gefütterte und unterfütterte Regendecken und Stalldecken.

Ungefütterte Regendecken kannst du das ganze Jahr über bei Regen verwenden. Sie sind sehr leicht und wasserdicht, wärmen das Pferd aber nicht. Fällt die Temperatur unter 12 Grad, raten wir zu so einer Übergangsdecke. Gerade für diese Zeit im Frühling oder Herbst gibt es leicht gefütterte Regendecken mit 30-150 Gramm Füllung.

Ab einer Außentemperatur von unter 0 Grad ist es sinnvoll, eine Winterdecke zu verwenden. Diese haben eine Füllung 200 bis 450 Gramm und schützen dein Pferd vor Wind, Schnee und Kälte.

Stalldecken sind nicht wasserdicht und somit nicht für dein Einsatz auf der Koppel geeignet. Sie erhältst du mit einer Füllung von 100-450 Gramm.

Pferd mit Pferdedecke auf einer Wiese

Das Angebot an Pferdedecken ist groß. Es gibt beispielsweise wasserdichte Pferdecken für Regen, leicht gefütterte Decken für den Frühling und Herbst und dick gefütterte Decken für den Winter. (Quelle 27707 / pixabay.com)

Welche Größen gibt es?

Die Größe der Decke ist ganz von den Maßen deines Pferdes abhängig. Gängige Größen sind 125 bis 165 cm.

Wie findest du die passende Größe? Das geht ganz einfach! Die angegebene Größe in cm steht für die Rückenlänge deines Vierbeiners. Im Normalfall wird für Ponys 125 cm und für Warmblüter 145 cm gewählt.

Tipp: Lieber eine etwas zu lange Decke verwenden, als eine zu kurze!

Wie viel Denier sollte die Decke haben?

Hier gilt: Je mehr desto bester und stabiler ist deine zukünftige Decke!

Denier (kurz: DEN) ist eine Maßeinheit für die Reißfestigkeit des verwendeten Garns. Je höher diese Zahl ist, desto dicker und reißfester ist auch das Material.

Für Übergangsdecken empfehlen wir 600 Den, für Winterdecken 1000-1600 Den.

Je kälter die Jahreszeit wird, umso mehr Den sollte deine Pferdedecke aufweisen. Das Pferd wird nicht nur vor Kälte, sondern auch vor den verschiedenen Witterungseinflüssen optimal geschützt.

Wie viel kostet eine Decke?

Für eine Übergangsdecke musst du mit Kosten zwischen 60 und 150 Euro rechnen. Winterdecken erhältst du für 70 bis 300 Euro.

Günstigere Decken gibt es bereits ab 60 Euro aufwärts. Sie gibt es in vielen verschiedenen Farben und Ausführungen und haben meist ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Durchschnittlich erhält man ab 90 Euro eine qualitativ hochwertige Decke. Diese halten oft viele Jahre und haben eine gute Passform.

Die teureren Modelle sind zum Teil aus besonders reißfestem Material gefertigt. Sie bieten eine deinem Pferd eine optimale Bewegungsfreiheit und sind ab 150 Euro erhältlich.

Entscheidung: Welche Arten von Pferdedecken gibt es und welche ist die Richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen acht unterschiedlichen Arten von Pferdedecken unterscheiden:

  • Abschwitzdecke
  • Outdoordecke
  • Fliegendecke
  • Winterdecke
  • Stalldecke
  • Regendecke
  • Nierendecke
  • Ausreitdecke

Aufgrund der unterschiedlichen Wirkungsweisen und Verwendungszwecke eignet sich eine bestimmte Pferdedecke am besten für dich. Da nicht jede Pferdedecke gleich ist, ergeben sich unterschiedliche Vorteile und Nachteile.

Im folgenden Abschnitt möchten wir die einzelnen Arten näher beschreiben und die Unterschiede erklären. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, werden die Vorteile und Nachteile der einzelnen Pferdedecken für den Vergleich übersichtlich gegenübergestellt.

Was zeichnet die Abschwitzdecke aus und worin liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Die Abschwitzdecke sollte zum Abschwitzen des Pferdes nach der Arbeit verwendet werden. Besonders in der kalten Jahreszeit ist es wichtig das Fell des Pferdes schnell wieder trocken zu bekommen.

Vorteile
  • Gut für die Durchblutung der Muskulatur
  • Beugt Krankheiten vor
Nachteile
  • Manche sind nicht wasserdicht

Bei Pferden, die oft auf der Koppel sind, ist der Einsatz dieser Pferdedecke oftmals problematisch. Dafür gibt es aber eine einfache Lösung: Regendichte Abschwitzdecke.

Was zeichnet die Outdoordecke aus und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Die Outdoordecke wird meistens dann verwendet, wenn das Pferd auf die Koppel, die Weide oder nach draußen gebracht wird. Diese Pferdedecke soll das Pferd vor Regen, Schnee, Wind und vor anderen Witterungseinflüssen schützen.

Vorteile
  • Schutz vor Witterungeinflüssen
  • Wasserdicht
  • Teilweise mit Abschwitzfunktion
  • Multifunktionsdecke
Nachteile
  • Bewegungsfreiheit des Pferdes kann eingeschränkt werden

Demnach weisen Outdoorecken eine wasserdichte Oberfläche aus und punkten mit einer hohen Strapazierfähigkeit. Außerdem sind sie relativ leicht und haben manchmal auch eine Abschwitzfunktion.

Was ist eine Fliegendecke und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Diese Pferdedecke wird verwendet, um Pferde vor lästigen Insekten und Mücken zu schützen. Mit dieser Decke können Pferde in Ruhe grasen und herumstehen.

Vorteile
  • Umweltfreundlich
  • Schutz vor Krankheiten
  • Effektiver Langzeitschutz
Nachteile
  • Billige Fliegendecken schützen das Pferd nicht

Außerdem muss der Reiter nicht kostenintensive Fliegenschutzsprays kaufen und einen Tierarzt beauftragen, da das Pferd womöglich auf das Spray allergisch reagiert hat.

Was ist eine Winterdecke und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Wie der Name bereits schon sagt, wird die Winterdecke im Winter verwendet. Eine qualitativ hochwertige Winterdecke bietet sehr guten Schutz vor Wind und Wetter bei bis zu -25 Grad.

Vorteile
  • Schützt das Pferd vor Krankheit
  • Wärmt das Pferd
Nachteile
  • Teuer

Des Weiteren schützt es das Pferd vor Krankheiten und Ekzemen. Pferde sind nicht wirklich zimperlich mit dem Umgang ihrer Decke und deshalb sollte sie auch aus robustem Material bestehen.

Was zeichnet die Stalldecke aus und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Die Stalldecke wird normalerweise für Pferde mit geschorenem Fell verwendet. Da diese oft in Boxenhaltung untergebracht sind, dient diese Decke hauptsächlich als Wärmeschutz.

Vorteile
  • Keine ungewollte Wasseraufnahme
  • Gesundheit des Pferdes wird gefördert
  • Viele Modelle sind wasserdicht
Nachteile
  • Reine Stalldecken sind nicht Wasser- und Winddicht
  • Eignen sich nur für den Stall

Des Weiteren nehmen diese Pferdedecken auch kaum Wasser auf, was natürlich gut ist, da das Pferd schön trocken bleibt und nicht zu frieren anfängt. Es gibt diese Decken in verschiedenen Stoffdicken. Trotzdem sind diese Pferdedecken nur für den Stall gedacht.

Was zeichnet eine Regendecke aus und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Da manche Pferdebesitzer nicht jeden Tag in den Stall kommen können, wird diese Pferdedecke als Allrounddecke eingesetzt.

Vorteile
  • Wasserdicht- bzw. wasserabweisend
  • Allrounddecke
  • Bequem
  • Atmungsaktiv
Nachteile
  • Nicht 100% wasserdicht
  • Nicht gefüttert

Die Regendecke kann als Stalldecke aber auch als Weidedecke verwendet werden. Die meisten Regendecken sind entweder wasserabweisend oder wasserdicht und haben eine hohe Atmungsaktivität. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die meisten Regendecken nicht gefüttert sind.

Was ist eine Nierendecke und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Die Kruppe, die Lendenwirbelsäule und die empfindliche Nierenpartie des Pferdes werden von der Nierendecke bedeckt. Des Weiteren wird die Rückenmuskulatur mit Hilfe der Nierendecke warm und trocken gehalten.

Vorteile
  • Besseres Wohlbefinden, Leistung und Gesundheit
  • Rückenmuskulatur ist warm und trocken
  • Regt die Durchblutung an
Nachteile
  • Nicht wasserdicht
  • Nicht unbedingt notwendig

Eine Nierendecke regt aber auch die Durchblutung an, was sich natürlich positive auf die Leistung, das Wohlbefinden und die Gesundheit des Pferdes auswirkt.

Was ist eine Ausreitdecke und worin liegen deren Vorteile und Nachteile?

Ausreitdecken werden hauptsächlich bei geschorenen Pferden im Winter zum Warmreiten und Trockenreiten eingesetzt.

Vorteile
  • Teilweise wasserdicht
  • Wärmefunktion
  • Abschwitzfunktion
Nachteile
  • Gute Ausreitdecken sind teuer

Diese Pferdedecke ist normalerweise aus Fleece und dient zum Wärmen aber auch zum Abschwitzen. Außerdem gibt es bereits wasserdichte Ausreitdecken.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Pferdedecken vergleichen und bewerten

Material und Verarbeitung

Da die Decke deinem Pferd lange Zeit ein treuer Begleiter in jeder Situation sein soll, ist das Material und die Verarbeitung von besonderer Bedeutung.

Als Außenmaterial wird meist Polyester verwendet. Innen steht Nylon, Polycotton oder Polyester zur Auswahl. Alle diese müssen unbedingt luftdurchlässig, atmungsaktiv und sehr reißfest sein.

Wir können dir nur empfehlen nicht an der Qualität zu sparen. Die Decken müssen viel aushalten und auch immer wieder gewaschen werden. Willst du dich nicht jeden Herbst auf die Suche nach einer neuen Decke begeben, greife lieber gleich zu einer hochwertigen Decke!

Für eine Lange Lebensdauer spielt auch die Verarbeitung eine große Rolle. Prüfe, wenn möglich, ob die Nähte sauber und fest vernäht sind. Fasse das Material an! Macht es auf dich einen stabilen, aber gleichzeitig angenehmen Eindruck?

Weißes Pferd mit blauer Pferdedecke

Die meisten Decken bestehen aus Nylon oder Polyester. Sie sollten reißfest sein, deshalb achte auf die Qualität.

Passform

Dein Pferd kann die Decke nicht von selbst ausziehen, wenn sie nicht richtig sitzt. Daher ist eine optimale Passform unbedingt nötig.

Eine zu große Decke birgt Verletzungsgefahren, da dein Pferd sich mit den Beinen darin verfangen kann. Ist die Decke zu klein, kann sie schmerzhafte Druckstellen verursachen. Außerdem sollte eine Decke so geschnitten sein, dass sie selbst nach einem heftigen Buckeln oder Wälzen noch gut sitzt.

Am sichersten fixierst du die Decke mit Beinschnüren an den Hinterbeinen, zusätzlich zu den Bauchgurten. Die Beinschnüre beugen einem Verrutschen der Decke vor. Hierbei ist aber Vorsicht geboten! Achte darauf, dass sie niemals zu lange sind.

Wichtig ist außerdem, dass keine drückenden Nähte im empfindlichem Rückenbereich liegen.

Willst du dir eine optimale Pferdecke zulegen, achte bei dem Kauf unbedingt auf die Maße der Decke, und natürlich auch auf die Körpermaße des Pferdes. Nur so kann ein komfortables Tragen gewährleistet werden.

Design

Decken gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen und Varianten. Mit und ohne Brustverschluss und Halsteil oder als Highneck-Version.

Wir empfehlen dir eine Decke mit Brustverschluss zu kaufen. Diese kann ganz einfach geöffnet werden und du musst sie nicht über den Kopf des Pferdes ziehen. Für einen absoluten Komplettschutz des Pferdes gibt es separate Halsteile. Falls du mit dem Gedanken spielst, ein solches zu verwenden, achte schon beim Kauf auf vorhandene Karabinerhaken im Schulterbereich.

Als angenehme Alternative gibt es Übergangs- und Winterdecken mit dem speziellen Highneck. Dieses ist ein halb langes Halsteil, welches fester Bestandteil der Decke ist.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://www.spiegel.de/einestages/horse-diving-tollkuehne-frauen-auf-springenden-pferden-a-1063014.html


[2] http://www.pferdedecken-info.eu/pferdedecken-impraegnieren/

Bildquelle: pixabay.de / ZIPNON

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